Weltwärts verändern: Evaluierung, Handlungsbedarf und Zukunftsperspektiven – Inklusion: Stärkung Vor- und Nachbereitung

Unser Workshop „Weltwärts verändern: Evaluierung, Handlungsbedarf und Zukunftsperspektiven“ auf der gelungenen 10 Jahres Feier für das Weltwärts Programm war ein voller Erfolg. Aus unserer Diskusion heraus haben wir diverse Erkenntnisse für unsere Arbeit ziehen können und hoffen, dass alle Teilnehmenden ebenfalls neue Perspektiven mitnehmen konnten. Hierfür möchten wir uns ganz besonders bei allen Teilnehmenden bedanken!

Dies wird für uns besonders durch die Analyse der unzähligen Ideen, Beiträge und kritischen Fragen deutlich welche wir für euch noch einmal aufbereitet haben. Nachdem wir euch vor einigen Tagen unsere Ergebnisse zu den ersten beiden Thematiken vorgestellt haben, geht es heute weiter mit der Herausforderung von „Inklusion: Sozio-ökonomische Reichweite von weltwärts erweitern“.

10 Jahre Weltwärts
Workshop: Weltwärts verändern – Evaluierung, Handlungsbedarf und Zukunftsperspektive

Stärkung Vor- und Nachbereitung

Gegenwart:

  1. Große Unterschiede bei der Durchführung von Begleitseminaren zwischen den ausführenden Organisationen:
  • Unterschiedliche Anzahl von durchgeführten Seminartagen
  • Qualitätsunterschiede bei der Behandlung essentieller Themen:
    • Rassismus Kritik
    • Globale Machtstrukturen
  1. In vielen Fällen gibt es nur unzureichende psychologische Beratung bei schwierigen Vorfällen
  2. Keine vorhandene Materialsammlung ,die für alle Organisationen zugänglich ist
  3. Teilweise ist die Koordination zwischen Entsendeorganisationen und Partner*innenorganisationen unzureichend, was die gezielte Vor- und Nachbereitung der einzelnen Projekte angeht.
  4. Teilweise wird zu wenig auf Perspektiven des Engagements nach dem Freiwilligendienst eingegangen.

Problemstellungen:

Weltwärts kann seinem Ziel, Raum für ein reflektiertes globales Lernen zu bieten, nicht gerecht werden und läuft Gefahr, Stereotype und Machtstrukturen zu stützen.

Manche Freiwillige werden durch unzureichende Möglichkeiten der Betreuung mit thematischen wie persönlichen Fragestellungen alleine gelassen.

Wenn die Rolle der Freiwilligen, sowohl was den Nord-Süd Austausch angeht, als auch das spezielle Projekt, nicht ausreichend geklärt wird, verlassen die Freiwilligen die Vorbereitungsseminar mit unzutreffenden Erwartungen. Diese können sowohl Vorgänge während des FWD, als auch Reflexionsprozesse nach dem FWD negativ beeinträchtigen.

Lösungsvorschläge:

  1. Kontrolle der Begleitung: Ausnutzen der vollen Seminarzeit
  2. Gemeinsame Weiterentwicklung der obligatorischen Seminarinhalte
  3. (freiwilliger) Seminarmaterialpool als Qualitätsplattform zur Stärkung rassismus- und machtkritischer Begleitung
  4. Raum für den Austausch von Süd-Nord und Nord-Süd Freiwilligen auf jeweiligen Begleitseminaren
  5. Freiwillig zu nutzende psychologische Anlaufstelle für Organisationen und Freiwillige
  6. Karte mit gesammeltem lokalem Engagement für ehemalige Freiwillige öffentlich machen

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